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Kurzportrait der Ahlener Innenstadt
Formal ist die Innenstadt Ahlens den vier statistischen Bezirken nördliche, östliche, südliche und westliche Stadtmitte zuzuordnen, welche die gesamte Kernstadt umfassen. Zusammen leben in diesen vier Bezirken über 46.000 Einwohner. Dies sind fast 85% der Gesamtbevölkerung Ahlens.
Innerhalb der heutigen Ahlener Innenstadt liegt die in Teilen noch immer sehr geschlossene Altstadt mit ihrer charakteristischen engen Bauweise, die sich von der heutigen Wallstraße im Norden über die Ostenmauer im östlichen und die Südenmauer im südlichen Bereich bis hin zur Westenmauer und dem Westwall im westlichen Bereich erstreckt. Die Ursprünge Ahlens gehen vermutlich auf einen Siedlungsansatz an einem Übergang über die Werse zurück, der in der Folge zum Schnittpunkt zweier wichtiger Straßen und gleichzeitig Ausgangspunkt einer weiteren Verkehrsverbindung wurde. Auch heute noch fließt die Werse mitten durchs Stadtgebiet und durchquert dabei auch den westlichen Innenstadtbereich.
Die am Marktplatz in räumlicher Nähe zur Fußgängerzone liegende katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus wurde bereits im 9. Jh. gegründet und gehört damit zu den ältesten Taufkirchen des Münsterlandes. Der Marktplatz selbst bildet ein städtebaulich geschlossenes Ensemble und stellt einen attraktiven Punkt im Geschäftszentrum dar. Die Gestaltung des öffentlichen Raumes passt sich den vorhandenen städtebaulichen Strukturen gut an. In Verbindung mit den gastronomischen Betrieben bietet der Markt eine hohe Aufenthaltsqualität in historischem Ambiente.
Blick auf die St. Marienkirche
Die etwas weiter nördlich unmittelbar an der Fußgängerzone liegende katholische Pfarrkirche St. Marien wurde um 1285 gegründet. Die in ostwestlicher Richtung verlaufende Fußgängerzone bildet zugleich, mit einigen Ergänzungen im Norden und Süden, das Hauptgeschäftszentrum von Ahlen.
Nach einer umfassenden Stadtsanierung wurde die neue Fußgängerzone im April 1989 fertig gestellt. Im Zusammenhang mit umfangreichen Investitionen der ansässigen Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe konnte seither eine weitere Attraktivitätssteigerung der Innenstadt festgestellt werden. Das im Frühjahr 2000 fertig gestellte Marktkauf-Kaufhaus am Ostrand der Innenstadt (Gebrüder Kerkmann Platz) erweist sich als besonderer Kundenmagnet.
Die Abgrenzung des Hauptgeschäftszentrums sowie nachgeordneter Lagen richtet sich im Wesentlichen nach der vorliegenden Handelsdichte und Passantenfrequenz sowie dem räumlich-funktionalen und städtebaulich- gestalterischen Zusammenhang. Der Gebrüder-Kerkmann-Platz ist zwar nicht städtebaulich gestalterisch, wohl aber funktional an das Hauptgeschäftszentrum gebunden. Aufgrund der Sortimentsstruktur fungiert er als Frequenzbringer für die östliche Fußgängerzone, was sich auch in der Passantenfrequenz niederschlägt.
Mit insgesamt ca. 125 Einzelhandelsbetrieben und rund 23.800 qm Verkaufsfläche nimmt das Hauptgeschäftszentrum eine übergeordnete Versorgungsfunktion in Ahlen ein. Der Anteil der Verkaufsfläche des innerstädtischen Handels ist im Verhältnis zur Gesamtverkaufsfläche in Ahlen mit 22 % bei Betrachtung vergleichbarer Kommunen als durchschnittlich zu bezeichnen.
Im Einzelnen lassen sich folgende Straßen dem Hauptgeschäftszentrum zuordnen:
- Weststraße
- Oststraße (Fußgängerzone)
- Marienplatz
- Markt
- Südstraße (bis Südenmauer)
- Nordstraße (bis Nordenmauer)
- Gebrüder Kerkmann Platz
Blick auf das Kunstmuseum Ahlen
Zusätzliche städtebauliche Investitionen wurden in der Innenstadt in den vergangenen Jahren im Kultur- und Freizeitbereich vorgenommen, so z.B. die Umgestaltung eines ehemaligen Fabrikgebäudes im Stadtkern zu einem soziokulturellen Bürgerzentrum. Der Umbau einer ehemaligen Fabrikantenvilla zu einem Kunstmuseum ermöglicht die Durchführung von viel beachteten Ausstellungen mit überregionaler Ausstrahlung.
Mit dem Bahnhof, der zentral im südöstlichen Bereich der Innenstadt liegt, befindet sich ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt innerhalb der Ahlener City. Im Schienenverkehr liegt Ahlen an der Kursbuchstrecke 400 Hamm - Rheda-Wiedenbrück - Bielefeld, auf der jeweils im stündlichen Takt RB- und RE-Züge verkehren.
Grundgerüst des relevanten Hauptverkehrsstraßennetzes sind die klassifizierten Straßen, die durch Ahlen führen. In Ost-West-Richtung verläuft die B 58 durch die Kernstadt (Richtung Osten zum Autobahnanschluss an die A 2 in Beckum, Richtung Westen zum Anschluss an die Autobahn A 1 in Sendenhorst). Die L 547 durchquert die Kernstadt in Nord-Süd-Richtung (Richtung Süden zum Autobahnanschluss der A 2 in Hamm-Uentrop). Eine weitere Achse aus dem Süden ist die L 811 Hammer Straße. Aus Richtung Westen führt die L 671 Walstedder Straße ins Stadtgebiet. Ergänzt wird das Hauptverkehrsstraßennetz in der Kernstadt durch Kreisstraßen und weitere nichtklassifizierte Straßen.
